{Enoughfood} Pizzaschnecken mit Tomaten-Kräuterbutter und Mozzarella

{Enoughfood} Pizzaschnecken mit Tomaten-Kräuterbutter und Mozzarella

Manchmal sind die Augen einfach größer als der Hunger. So oder so ähnlich sagt man das doch, oder? Jedenfalls lungerten das Kind und ich neulich zuhause herum, und zwischen 15 Mal „Hänschen Klein“ und „Zwei kleine Schlangen“ wurde plötzlich der Hunger groß und wuchs und wuchs und wuchs uns über die Köpfe, und plötzlich war da diese Angst, das eigentlich angefachte Abendessen könnte nicht für alle (also uns drei, sprich zweieinhalb Personen) ausreichen. Also, was nun? Mehl und Hefe habe ich eigentlich immer zuhause, Brotartiges ist also jederzeit möglich. Die Füllung, nun ja… viel Auswahl ist nicht da, aber es könnte lecker werden. Und da das Kind es liebt, wenn die KitchenAid rotiert, und es dann wie gebannt daneben steht (na ja, und dabei die Besteckschublade ausräumt…) – Bingo! Ein bisschen beeilen muss man sich ja, wenn der Nachmittag nicht mehr so lang und eine Stunde Gehzeit des Hefeteigs unvermeidbar ist, aber das bekommt man schon hin.

Um das Ende an dieser Stelle schon vorwegzunehmen: Das Ergebnis dieses Pizzaschnecken-Experiments war so lecker, und vor allem rein mengenmäßig so überraschend viel, dass das eigentlich geplante Hauptgericht auf den nächsten Tag verschoben wurde. Und was soll ich sagen – alle waren satt. Und glücklich!

Der Pizzateig ist mein Standardteig für alle pizza-artigen Gerichte. Wer alle Zutaten einmal halbiert, erhält genau die richtige Menge Teig für eine große (runde) Pizza mit dünnem Boden. Ich belasse es meist bei der doppelten Teigmenge und lege das gesamte Blech damit aus. Man kann den Teig dann einfach etwas dicker ausrollen für einen fluffigeren Boden, oder man rollte etwas dünner (und damit größer) aus, klappt die überstehenden Teigenden ein und füllt sie mit Käse…. funktioniert mit diesem Teig alles ganz wunderbar!

 

Für den Teig brauchen wir:

400 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 EL Zucker
1 Prise Salz
190 ml + 4 EL lauwarmes Wasser 

Für den Vorteig die Hefe zerbröckeln und zusammen mit dem Zucker in 4 EL Wasser auflösen. 4 EL Mehl dazugeben und zu einem kleinen Vorteig verkneten. In eine kleine Schüssel geben und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.

Das restliche Mehl (das sind dann noch etwa 365 g) in eine großen Schüssel mit dem Salz mischen, in der Mitte der Schüssel eine Mulde für den Vorteig lassen. Was kommt dann? Klar: Der Vorteil in die Mulde (was sonst). 190 ml Wasser darübergießen und jetzt: Kneten kneten kneten. Für mich übernimmt diese Aufgabe die KitchenAid, aber mit den Händen klappt es bestimmt auch gut – und verbrennt auch noch die Kalorien, die man ja später wieder zu sich nimmt. Win-win!

Wenn alles gut verknetet ist, den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und abgedeckt eine gute Stunde gehen lassen – wie immer bei Hefeteig an einem möglichst warmen Ort. Ich benutze dazu gerne den Backofen, den ich auf 40-50°C vorheize und dann ausschalte, sobald ich den Teig hineinstelle.

Während der Teig geht, ist die Zeit gekommen, die Tomaten-Kräuterbutter vorzubereiten. Dafür brauchen wir:

ca. 60-70 g sehr weiche Butter
1 EL Tomatenmark (oder mehr, ganz nach Belieben)
2-3 TL Kräuterbutter-Gewürz (ich verwende das Gewürz von Just Spices, aber es geht natürlich auch jedes andere, oder man nimmt ganz frische gehackte Kräuter und frischen Knoblauch)

Die Butter kurz mit einem Löffel glatt rühren, das Tomatenmark dazugeben und gut (!) verrühren. Tomatenmark ist da ja manchmal etwas störrisch. Alles glatt? Super, dann kann noch das Gewürz dazu. Fertig.

 

 

Für den Käse in der Füllung brauchen wir schließlich noch:

1 Kugel Mozzarella
1 kleines Stück Emmentaler am Stück (oder ein anderer Käse eurer Wahl. Bergkäse passt bestimmt auch super!)

Jetzt wird’s easy: Den Mozzarella aus der Packung nehmen, etwas trocken tupfen und fein reiben, den Emmentaler ebenfalls fein reiben. Beide Käsesorten mischen.

Wenn sich unser Teig nach einer Stunde gut verdoppelt hat, kann es weitergehen. Zunächst heizen wir den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vor und dann:

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen, mit der Kräuterbutter bestreichen und den Käse darüber streuen. Jetzt gibt es mehrere Techniken, die Schnecken zu rollen – ich habe den Teig in 10 Streifen geschnitten und die Streifen einzeln ausgerollt. Wer lieber den kompletten Teig (von der langen Seite) zu einer großen Wurst rollt und davon Scheiben abschneidet – go for it!

Die Schnecken landen nun in den (vorher eingefetteten) Vertiefungen eines Muffinblechs (oder ganz einfach auf einem Backblech) und wandern für 15 – 20 Minuten in den Ofen. Die Temperatur drehen wir nach 10 Minuten auf 210°C herunter.

Juhu, fertig! Lasst es euch schmecken!

 


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